Ein Fernrohr bei Sonnenuntergang

Fernrohr: Test, Vergleich und Ratgeber

Egal ob Du den Sternenhimmel erkunden oder auf der Jagd wie ein Profi ausgerüstet sein möchtest, das Fernrohr ist für Dich als Outdoor-Liebhaber der ideale Begleiter. Es kann weit entfernte Objekte um ein Vielfaches näher erscheinen lassen und ist somit perfekt für Deinen nächsten Trip ins Freie.

Die Entwicklung leistungsfähiger Fernrohre spielte in der Geschichte der Astronomie eine nicht unbedeutende Rolle und dementsprechend kannst Du Dir sicher denken, dass es eine ganze Bandbreite an verschiedenen Modellen gibt.

Da fällt einem die Wahl sicher schwer, doch um Dir diese Entscheidung etwas einfacher zu machen, haben wir im Folgenden aktuelle Fernrohre verglichen und die Besten für Dich zusammengefasst. Außerdem widmen wir uns aktuellen Fernrohr Tests.

Unsere Favoriten

Der beste Begleiter für Outdoor-Experten: Fernrohr von Gosky
“Wasserdicht und inklusive Stativ, das perfekte Fernohr für die Jagd.”

Das beste Fernrohr für Kinder: Fernrohr von Kosmos
“Der große Spaß für die kleinen Entdecker.”

Der Bestseller für Hobby-Einsteiger: Fernrohr von Upgrow
“Klein, kompakt und nicht zu schwer, ideal für unterwegs.”

Ein Muss für Natur- & Campingliebhaber: Bresser wasserdichtes Monokular Condor
“Optimal für den nächsten Trip ins Freie.”

Das beste Teleskop für Anfänger: AomeOmekie Teleskop
“Vormontiert und sofort einsatzbereit eignet es sich für Kinder und Erwachsene.”

Das Wichtigste in Kürze

  • Es gibt verschiedene Fernrohre, die im Grunde alle auf ähnliche Art und Weise funktionieren und sich.
  • Unterscheidung je nach Bautyp, individuelle Anpassung an Deine Bedürfnisse.
  • Beim Kauf eines Fernrohres solltest Du auf einige wichtige Kriterien achten.
  • Verschiedene Marken stellen verschiedene Modelle her, die entweder online oder im Laden erworben werden können.
  • Preisliche Variationen, je nachdem was das Modell zu bieten hat.

Infografik zum Fernrohr

Die besten Fernrohre: Favoriten der Redaktion

Es gibt eine ziemlich große Bandbreite an verschiedenen Produkten von verschiedenen Herstellern und Dich alleine durch alle hindurchzuwühlen wäre sowohl zeitaufwendig, als auch anstrengend. Das bleibt Dir aber zum Glück erspart, denn wir haben für Dich viele Produkte getestet und nun die besten Kompasse für jeden Anlass herausgesucht und die wichtigsten Informationen knapp zusammengefasst.

Der beste Begleiter für Outdoor-Experten: Fernrohr von Gosky

Was uns gefällt:

  • variable Vergrößerung
  • hochwertige Verarbeitung
  • Stativ aus Metall
  • Tragetasche & Handy-Adapter werden mitgeliefert
  • gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

Was uns nicht gefällt:

  • Bildqualität stark abhängig von Sauberkeit der Luft
  • nicht geeignet für schlechte Lichtverhältnisse

Redaktionelle Einschätzung

Das hochwertige Fernrohr von Gosky ist ideal für die Jagd, die Vogelbeobachtung oder das Observieren von Wildtierlandschaften. Inklusive Stativ, Tragetasche und Adapter für Dein Handy ist es quasi ein echter Allrounder und deckt so gut wie alle Bedürfnisse ab.

Die hochwertige Prismenoptik sorgt für einmalig tolle Bilder. Und auch wenn es mal nass wird, musst Du Dir keine Sorgen machen, denn dieses Modell ist wasserdicht. Mit Maßen von ca. 45,3 x 28,6 x 12,1 cm ist es nicht übermäßig groß und mit nur knapp 2 kg Gewicht auch nicht zu schwer.

Es gibt jedoch auch zwei negative Punkte. Dieses Fernrohr ist bei schlechteren Lichtverhältnissen eher ungeeignet und auch die Bildqualität hängt etwas von der Sauberkeit der Luft ab.

Abschließend kann man sagen, dass dieses Fernrohr ein Top-Preis-Leistungs-Verhältnis liefert und auf jeden Fall in Deiner Auswahl vorkommen sollte.

Das beste Fernrohr für Kinder: Fernrohr von Kosmos

Was uns gefällt:

  • robust und langlebig
  • leicht und handlich
  • Anleitung enthalten
  • weiche Augenmuschel verhindert Verletzungen
  • perfekt für Kinder geeignet

Was uns nicht gefällt:

  • nicht allzu präzise
  • leichte Unschärfe

Redaktionelle Einschätzung

Ob Du die zerfurchte Kraterlandschaft des Mondes oder doch lieber Vögel und Eichhörnchen beobachten willst, dieses Fernrohr ist die perfekte Wahl. Der ausziehbare Tubus aus Metall sorgt für eine garantierte Langlebigkeit, ist dabei aber nicht zu schwer und somit gut zu transportieren.

Die weiche Augenmuschel verhindert jegliche Art von Verletzungen und da das Fernrohr nicht zusammengebaut werden muss, ist es auch sofort einsatzbereit. Natürlich handelt es sich hierbei um ein Spielzeug für die kleinen Entdecker und nicht um ein Werkzeug für Profis, deswegen ist das Fernrohr nicht allzu präzise und wirkt manchmal leicht unscharf. Dennoch ist es qualitativ hochwertig und erfüllt ohne Zweifel seinen Zweck.

Eine Anleitung für die Bedienung des Fernrohrs ist enthalten und auch sonst sollte Dein Kind nach einiger Zeit gelernt haben, wie man das Fernrohr richtig benutzt. Im Endeffekt musst Du Dir im Klaren sein, dass es sich um ein Kinderspielzeug handelt und es in keinster Weise an ein professionelles Fernrohr herankommt.

Der Bestseller für Hobby-Einsteiger: Fernrohr von Upgrow

Was uns gefällt:

  • Tragetasche ist enthalten
  • liegt gut in der Hand
  • verfügt über ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • ist relativ stabil
  • nicht zu groß

Was uns nicht gefällt:

  • kein Stativ
  • bei Nacht eher ungeeignet

Redaktionelle Einschätzung

Dieses Modell besticht nicht nur durch seine elegante Optik, sondern auch durch seine Zuverlässigkeit. Rutschfeste Griffigkeit durch die gummierte Halterung und eine Schlaufe fürs Handgelenk garantieren, dass es Dir nicht aus Versehen herunterfällt und dadurch Schaden nimmt.

Mit einer Länge von knapp 15 cm ist es nicht zu groß, sondern klein und kompakt. Die mitgelieferte praktische Aufbewahrungstasche macht den Transport noch einfacher.

Ein Stativ sucht man leider vergebens und auch für Beobachtungen bei Nacht solltest Du lieber auf ein anderes Fernrohr zurückgreifen.

Das Fernrohr ist nicht allzu groß und fühlt sich relativ Stabil an. Außerdem wird eine Tragetasche für das Fernrohr direkt mitgeliefert. Bist Du also auf der Suche nach einem günstigen Fernrohr mit einem hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnis, dann bist Du beim Fernrohr von Upgrow genau richtig.

Ein Muss für Natur- & Campingliebhaber: Bresser wasserdichtes Monokular Condor

Was uns gefällt:

  • Gummierung sorgt für Halt
  • wasserdicht
  • sehr gut für Wanderungen geeignet
  • inklusive Tasche und Putztuch
  • Anleitung ist enthalten

Was uns nicht gefällt:

  • schwerfälliger Fokus
  • keine perfekte Auflösung

Redaktionelle Einschätzung

Wasserdicht, klein und handlich. Dieses Monokular ist der optimale Begleiter für Deinen nächsten Trip ins Freie. Die mehrschichtvergüteten Prismen erzeugen kontrastreiche Bilder und die ausstülpbaren Augenmuscheln bieten auch Brillenträgern einen angenehmen Durchblick. Überall gut zu gebrauchen ist der kompakte Allrounder sofort einsatzfähig und absolut zuverlässig.

Als eher negative Punkte könnte man bemängeln, dass die Auflösung nicht immer perfekt ist und dass es eher schwieriger ist, den richtigen Fokus zu finden.

Eine Anleitung, eine Tasche und ein Putztuch sind im Angebot enthalten. Mit einem Gewicht von nur 204 g lässt es sich problemlos in der Hosentasche transportieren, wo es mit seinen Maßen von 1,10 x 5,5 cm auch perfekt hineinpasst. Deswegen können wir und andere Nutzer dieses Monokular vor allem für Beobachtungen während eine Wanderung empfehlen.

Das beste Teleskop für Anfänger: Aomekie  Teleskop

Was uns gefällt:

  • Handy-Adapter
  • mit Mondfilter
  • 2 verschiedene Objektive
  • Anleitung mit Reinigungstipps

Was uns nicht gefällt:

  • nicht für Profis geeignet
  • Sucher nicht zu 100 % präzise

Redaktionelle Einschätzung

Bereits vormontiert und somit gleich einsatzbereit ist dieses Teleskop perfekt für alle, die das Beobachten des Nachthimmels gerade erst für sich entdeckt haben. Das ausziehbare und höhenverstellbare Stativ bietet einen sicheren Stand und die Bedienung ist einfach. Das Teleskop ist robust und hochwertig verarbeitet und mit seinen 2 kg nicht allzu schwer, wenn man beachtet, dass es sich um ein astronomisches Fernrohr handelt.

Du solltest Dir im Klaren sein, dass es sich hier um ein Anfänger Teleskop handelt, bist Du also schon ein Profi, dann ist dieses Fernrohr wahrscheinlich nichts für Dich. Außerdem solltest Du wissen, dass der Sucher nicht immer zu 100 Prozent präzise ist.

Das Fernrohr verfügt über einen speziellen Filter, um den Mond besser zu sehen. Außerdem gibt es auch einen integrierten Handy-Adapter mit dem sich Fotos vom Mond, den Sternen und anderen Himmelsobjekten machen lassen. Sowohl für Kinder, als auch für Erwachsene ideal geeignet.

Kaufratgeber für Fernrohre

Bevor Du Dir ein Fernrohr zulegst, gibt es natürlich erstmal einige Fragen zu klären. Welche Art Modell es sein soll und für welche Aktivität das Fernrohr geeignet sein sollte, muss zuerst geklärt werden, aber auch die Vergrößerung und die damit im Zusammenhang stehende Qualität der Bilder und andere wichtige Kriterien sollten Deine Kaufentscheidung maßgeblich beeinflussen.

Welches sind die wichtigsten Kaufkriterien?

Die folgenden Kriterien werden es Dir ermöglichen, die für Dich bestmögliche Wahl zu treffen.

Vergrößerung

Die maximale Vergrößerung eines Fernrohrs ergibt sich aus dem Verhältnis der Brennweiten des Objektivs und des Okulars. Zum Beispiel, das Fernrohr besitzt eine Objektiv-Brennweite von 1000 mm und eine 5 mm Okular-Brennweite, dementsprechend besitzt das Fernrohr also eine 200-fache Vergrößerung.

Verschiedene Modelle besitzen verschiedene Vergrößerungen, welche für Dich die richtige ist, musst Du selbst entscheiden. Die Vergrößerung beeinträchtigt nämlich die Qualität der Bilder und je größer sie ist, desto besser ist auch die Qualität.

Wasserdicht

Fernrohre für den astronomischen Gebrauch sind selten wasserdicht, da sie sowieso nur bei wolkenlosem Himmel, sprich gutem Wetter, eingesetzt werden können. Daher solltest Du sie nie im Regen benutzen. Monokulare, also quasi handliche, kleine Fernrohre für den Outdoor-Spaß, sind aber bereits ab 10 Euro wasserdicht und erfüllen somit diese Anforderung. 

Gewicht

Wie viel ein Fernrohr wiegt, hängt natürlich stark von seiner Größe ab. Die üblichen Fernrohre wiegen etwa zwischen 2 und 25 kg. Je größer sie sind, desto mehr Licht können sie einfangen, was zu einer verbesserten Bildqualität führt. Monokulare sind im Gegensatz dazu deutlich leichter und wiegen ca. 100 bis 500 g. 

Dämmerungszahl

Die Dämmerungszahl verrät Dir wie gut ein Fernrohr Details unter schlechten Lichtverhältnissen erkennen kann. Sie wird aus der Wurzel von Vergrößerung mal Durchmesser berechnet und im Wesentlichen gilt, je höher die Dämmerungszahl, desto mehr Details kannst Du erkennen. Bei einem astronomischen Fernrohr spielt dieser Faktor übrigens keine Rolle. 

Okular

Generell ist es tatsächlich sinnvoll mehrere Okulare mit verschiedenen Brennweiten zu besitzen. Je kürzer die Brennweite, desto höher die Vergrößerung. Um für alle Beobachtungszwecke entsprechend gerüstet zu sein, wäre es günstig eine Abstufung von niedrigen bis zu hohen Vergrößerungen zu besitzen.

Halterung

Egal ob Monokular oder ein Fernrohr für den astronomischen Gebrauch, eine stabile Halterung ist in beiden Fällen unabdingbar. Gute Monokulare haben meist eine integrierte Handschlaufe, damit Du sie besser in der Hand halten und so ruckelfreie Bilder machen kannst. Für die Sternengucker hingegen ist ein Stativ ein absolutes Muss, nicht zuletzt, um zu vermeiden, dass das Fernrohr beschädigt werden könnte. 

Sehfeld

Das Sehfeld beschreibt die Größe des überschaubaren Bereichs auf 1000 Meter Distanz. Je stärker die Vergrößerung, umso kleiner ist Dein Sehfeld, was es schwieriger macht ein Zielobjekt zu finden. Ein größeres Sehfeld ist auf Dauer auch angenehmer für Deine Augen und ermöglicht es Dir einfach eine breite Fläche zu observieren.

Ein Teleskop unter dem Sternenhimmel

Sicherlich gibt es auch noch andere Kriterien, die aber erst dann eine Rolle spielen, wenn Du weißt, ob Du ein astronomisches oder terrestrisches Fernrohr willst.

Welche Marken stellen qualitative Fernrohre her?

Du weißt nun hoffentlich einiges mehr über Fernrohre, aber welche Marken stellen diese überhaupt her?

Leica

Die Leica Camera AG, kurz Leica, ist ein deutsches Unternehmen im optischen Industriebereich, das seit seiner Gründung 1986 hauptsächlich für seine Kameras bekannt ist. Es hat sich jedoch auch auf die Herstellung von Ferngläsern und Fernrohren, hauptsächlich Monokulare, spezialisiert.

Swarovski Optik

Als eigenständiger Geschäftsbereich der Swarovski-Unternehmensgruppe stellt Swarovski Optik optische Instrumente her wie zum Beispiel Ferngläser, Fernrohre, Spektive oder Zielfernrohre. Außerdem besitzt das Unternehmen einen königlichen Haftbefehl gegen Königin Elisabeth II., der 2009 erteilt wurde.

Zeiss

Die Carl Zeiss AG ist ein Unternehmen der feinmechanischen-optischen Industrie. Es besteht bereits seit 1846 und besitzt deutschlandweit mehr als fünf Standorte. Ein technologischer Höhepunkt des VEB Carl Zeiss ist nach wie vor der Planetariumsprojektor in der Stadt Jena.

Docter

Noblex, ehemals Docter Optics, ist ein deutscher Hersteller von Optiken, darunter Ferngläser, Fernrohre, Zielfernrohre, Spektive, Leuchtpunktvisiere, Taschenlampen und Lesebrillen. Der Hauptsitz befindet sich in Eisfeld, Thüringen, wo die meisten Produkte entwickelt und hergestellt werden. Docter ist außerdem Teil der Analytik Jena Group.

Fujinon

Fujinon ist eine japanische Marke für optische Linsen von Fuji Photo Film Co., Ltd. jetzt bekannt als Fujifilm. Die Fujinon-Objektive von Fujifilm wurden von professionellen Fotografen und Sendern sowie von Kinematografen verwendet. Die Firma nahm ihre Anfänge 1940 in der Odawara Fabrik in Japan.

Optolyth

Still Optics ist ein deutscher Hersteller von Linsen und technischen Objektiven. Gründungsort des Familienunternehmens ist Nürnberg in Bayern. Die verschiedensten Firmenbezeichnungen von “E. C. Roth” über “Walter Roth” wurden in den 1980er Jahren unter dem Gesamtbegriff und Wortbildzeichen “Optolyth” zusammengefasst.

Wo kann man ein Fernrohr kaufen?

Fernrohre kannst Du entweder online bestellen oder Du begibst Dich in Person in einen Laden Deiner Wahl, um Dich professionell beraten zu lassen. Egal, wie Du Dich am Ende entscheidest, wir haben hier für Dich eine Auswahl an Shops, die Fernrohre, Monokulare und auch Ferngläser in ihrem Sortiment haben:

  • amazon.de
  • ebay.de
  • LightInTheBox.de
  • Bresser.de
  • optik-pro.de
  • digitalo.de

Wie viel kostet ein Fernrohr?

Wie viel Du für ein Fernrohr ausgeben musst, hängt ganz davon ab, wofür Du es benutzen willst. Für den Mond reicht schon ein Modell um die 50 Euro, möchtest Du aber die Planeten des Sonnensystems begutachten, müsstest Du schon ca. 150 bis 300 Euro ausgeben. Fernrohre für die Deep-Sky-Beobachtung gibt es ab 400 Euro. Deep-Sky-Beobachtung bezieht sich übrigens auf die Himmelsobjekte, die außerhalb unseres Sonnensystems liegen.

Monokulare gibt es ab 10 Euro, das sind sehr günstige Modelle, es gibt aber natürlich auch kostspieligere Varianten, für die man dann schon mal um die 450 Euro hinblättern muss.

PreisFunktionen
ab 50 €Beobachtung des Nachthimmels (hauptsächlich Mond und Sterne)
ab 150 €geeignet für präzise Bilder von Planeten
ab 400 €Deep-Sky-Beobachtung

Welche Arten von Fernrohren gibt es?

Grundsätzlich lassen sich Fernrohre in zwei Arten aufteilen: Refraktoren und Reflektoren.

Refraktoren

Refraktoren werden auch Linsenfernrohre oder dioptrische Fernrohre genannt, da sie zwei oder drei Linsen enthalten und das Bild durch das Brechen des Lichtes entsteht. Linsenfernrohre sind relativ schlank und robust, was ihre Handhabung sehr einfach macht. Mit ihnen kannst Du gut die Sonne, Planeten oder Monde beobachten.

Reflektor

Die zweite Art nennt sich Reflektor, die Spiegelfernrohre. Sie bündeln das gesamte Licht über ein Spiegelsystem im Brennpunkt. Zwar weniger in die Länge gezogen, sind sie doch deutlich größer im Durchmesser und sie werden vor allem bei lichtschwachen Objekten eingesetzt, zum Beispiel Sternhaufen, Nebel oder Galaxien.

Im Jahr 2024 soll in Chile übrigens das bis dahin größte optische Teleskop der Welt in Betrieb genommen werden. Das European Extremely Large Telescope, kurz E-ELT, hat einen Spiegeldurchmesser von 39 m und wird ferne Planeten und Galaxien untersuchen.

Im Grunde kannst Du mit beiden Modellen Planeten und Monde hervorragend beobachten und auch eine Deep-Sky-Beobachtung durchführen, vor dem Kauf solltest Du jedoch dennoch gründlich die Vor- und Nachteile abwägen und Dich erst dann entscheiden.

Wie funktioniert ein Fernrohr?

Alle Linsenfernrohre funktionieren auf die gleiche Art und Weise. Zwei Lichtstrahlen, die von dem Objekt ausgehen, das Du gerade beobachtest, werden vom Objektiv eingefangen und im Objektiv zu einem reellen Zwischenbild gebündelt. Dieses Zwischenbild ist verkleinert und seitenvertauscht.

Für die Beobachtung des Nachthimmels spielt das keine Rolle, für irdische Beobachtungen ist ein solches Fernrohr jedoch nicht geeignet.

Ob das Bild verkehrt herum angezeigt wird oder nicht, hängt davon ab, ob im Fernrohr eine Sammellinse eingebaut wurde, und zwar genau zwischen Objektiv und Okular.

Die Sammellinse kehrt das Bild nämlich um, sodass wir es aufrecht betrachten können. Diese Linse stellt außerdem den wesentlichen Unterschied zwischen astronomischen und terrestrischen Fernrohren dar, also Fernrohre, die für Outdoor-Unternehmungen wie zum Beispiel die Jagd gedacht sind.

Falls Du die Funktionsweise eines Fernrohrs jetzt immer noch nicht ganz verstanden haben solltest, gibt es hier noch mal ein kurzes Video, in welchem alles genau erklärt wird:

Wie justiert man ein Fernrohr?

Das Montieren eines Fernrohres mit Gestell ist gar nicht so einfach, aber im Folgenden wird Dir erklärt wie Du es trotzdem schaffst, auch als Anfänger. Die beliebteste Montierung ist die sogenannte parallaktische Montierung, hierbei sitzt das Teleskop auf zwei Achsen, eine der Achsen ist parallel zur Erdachse ausgerichtet.

So musst Du nur an einer Achse drehen, um die Sterne im Blick zu behalten. Im Folgenden gibt es jetzt noch ein Video, das Dir zeigt, wie genau die Montierung abläuft:

Monokulare, also terrestrische Fernrohre, sind ja wesentlich kleiner und handlicher und dementsprechend ist auch das Justieren deutlich einfacher. Du kneifst einfach ein Auge zu, schaust hindurch und mit dem Rädchen an der Seite kannst Du den Zoom einstellen.

Fernrohr oder Fernglas?

Der größte Unterschied zwischen Fernrohr und Fernglas ist wohl die Bauweise. Beim Fernglas handelt es sich quasi um zwei kleine Fernrohre, die parallel zueinander montiert wurden und die in dieselbe Richtung zeigen. Außerdem benutzt man beim Fernglas beide Augen für die Beobachtung und nicht wie beim Fernrohr nur eines.

Des Weiteren ist das Bild beim Fernglas auch nicht umgekehrt, da die zusätzlich verbaute Linse dieses korrigiert. Bei modernen Ferngläsern ist es jedoch keine Linse mehr, sondern ein Prisma. Es erfüllt allerdings denselben Zweck, ein aufrechtes und seitenrichtiges Bild zu liefern.

Wie Du nun schon weißt, liefern astronomische Fernrohre immer ein reelles, aber seitenverkehrtes Zwischenbild, das heißt aber nicht, dass Ferngläser nun prinzipiell besser sind. Tatsächlich kommt es einzig und allein auf den Verwendungszweck an.

Astronomische Fernrohre dienen der Beobachtung des Nachthimmels, da spielt es keine Rolle, ob das Bild seitenverkehrt ist und auch in ihrer Konstruktion sind sie präzise auf die Erfüllung dieser Aufgabe ausgerichtet.

Mit einem Fernglas hättest Du nie eine auch nur annähernd so gute Bildqualität wie mit einem Fernrohr. Auf der anderen Seite sind Fernrohre, gesetzt den Fall es handelt sich nicht um ein Monokular, nicht für irdische Beobachtungen geeignet. Hier bietet sich dann eher ein Fernglas an.

Möchtest Du mehr über Ferngläser erfahren? Wir haben einen separaten Ratgeber über Ferngläser geschrieben.

Im Folgenden gibt es nochmal einen kleinen Vergleich, der Dir zeigt, was genau die Unterschiede zwischen einem Fernrohr und einem Fernglas sind, bedenke dabei aber, dass Fernrohre sowohl zur Beobachtung des Nachthimmels, als auch für die irdische Beobachtung genutzt werden können.

FernrohrFernglas
“Monokular” da nur ein Auge gebraucht wird“Binokular” da beide Augen genutzt werden
seitenverkehrtes Zwischenbildaufrechtes und seitenrichtiges Bild
astronomische Fernrohre für Beobachtung des Nachthimmelsfür terrestrische Beobachtung (z.B. Jagd)

Fernrohr Test-Übersicht: Welche Fernrohre sind die Besten?

Die folgende Tabelle zeigt Dir, ob und welche bekannten Testmagazine bereits Tests mit Fernrohren durchgeführt haben.

TestmagazinFernrohr Test vorhanden?Veröffentlichungs-JahrKostenloser ZugangMehr erfahren
Stiftung WarentestNein, kein Test vorhanden
Öko TestNein, kein Test vorhanden
Konsument.atNein, kein Test vorhanden
Ktipp.chNein, kein Test vorhanden

Stiftung Warentest, Konsument.at und Ktipp.ch haben zwar keine Tests mit Fernrohren durchgeführt, jedoch mit Ferngläsern. Diese Test-Übersicht findest Du unten in unserem Ratgeber über Ferngläser.

FAQ – Häufig gestellte Fragen zu Fernrohren

Du hast noch mehr Fragen zum Thema Fernrohr? Im Folgenden haben wir für Dich mal die Fragen zusammengefasst und natürlich auch beantwortet, die am häufigsten gestellt wurden.

Wer hat das Fernrohr erfunden und wann?

Als Erfinder des Fernrohres gilt der holländische Brillenmacher Hans Lipperhey. Bei ihm spricht man vom Galilei-Fernrohr oder auch vom holländischen Fernrohr. Er entwickelte das Fernrohr etwa um 1608 und dieses wurde dann in der Folgezeit von dem bekannten Physiker und Mathematiker Galileo Galilei weiterentwickelt. 

Kann man ein Fernrohr selbst reparieren?

Zum Teil, ja. Es gibt einige Schäden, die Du ganz einfach selbst beheben kannst. Zum Beispiel das Austauschen der Augenmuschel oder der Deckel des Objektives. Sollte Dein Fernrohr außerdem einen Tragegurt haben, kannst Du auch diesen problemlos selber wechseln, sollte er Verschleißerscheinungen zeigen. Handelt es sich jedoch um eine defekte Linse, dann solltest Du diese Reparatur lieber von einem Experten durchführen lassen.

Wie baut man ein Fernrohr selber?

Es ist durchaus möglich sich ein DIY-Fernrohr zu bauen, obwohl klar sein dürfte, dass es sich beim Ergebnis nicht um ein professionelles optisches Instrument handeln wird. Grundsätzlich brauchst Du aber nicht viel, sondern lediglich mehrere leere PET-Flaschen, schwarze Sprühfarbe, Klebeband und Klebepistole, ein Messer, eine Lupe und ein kleines Vergrößerungsglas. Hast Du all diese Dinge beisammen, kann es auch schon losgehen. Hier geht’s zur Bauanleitung.

Wie heißt das Fernrohr des Vatikans?

Der Vatikan besitzt eine eigene Sternenwarte. Das Institutszentrum befindet sich in den Albaner Bergen südlich von Rom, die Forschungseinrichtungen sind aber seit 1981 an die University of Arizona verlegt worden. Seit 1993 wird auf dem Mount Graham bei Safford (Arizona) ein eigenes Observatorium betrieben, welches mit einem 1,8 m großem Teleskop arbeitet und dieses Teleskop trägt den Namen LUCIFER. 

Was ist der Unterschied zwischen einem Fernrohr und einem Teleskop?

Im Grunde gibt es eigentlich keinen Unterschied. Fernrohre sind meistens einfache Linsenteleskope, die ursprünglich dazu dienten das Land oder die See zu beobachten.

Schon mal vom Spaceview-Effekt gehört? Nein? So nennt man es, wenn man ein Weitwinkel- oder ein Ultraweitwinkelokular benutzt und dadurch das Gefühl hat mitten im Geschehen zu sein.

Teleskope hingegen werden hauptsächlich für die Beobachtung des Himmels und dessen Objekte genutzt. 

Die Statue eines Mannes, der ein Fernrohr in der rechten Hand hält

Vor allem für die Seefahrer der frühen Zeit war das Fernrohr ein unersetzliches Werkzeug, das ihnen die Navigation erleichterte.

Weiterführende Quellen